Der Autodidakt Lafranca stellt in einer schweizer Papiermühle
handgeschöpftes Papier her, das er durch Prägedruck sowie
durch Stein- oder Holzelemente in Kunstwerke verwandelt.
Mit der Papierherstellung fing alles an. In einem einsamen Tal im
Norden der Schweiz richtet sich der naturverbundene Lafranca eine
Papiermühle ein. Durch eine Ausbildung zum Grafiker weiß
er, was ein gutes Papier ausmacht und wie es beschaffen sein muss,
um beim Druck, beim Malen oder bei der Radierung sowohl seinen Zweck
zu erfüllen als auch zum künstlerischen Gesamteindruck beizutragen.
Das Papier, das Lafranca schöpft, erweckt bald die Aufmerksamkeit
von befreundeten Künstlern. Marcel Wyss, Jean Arp, Piero Dorazio,
Enrico Castellani, Ben Nicholson, Arturo Bonfanti, Eduardo Chillida
und viele andere schätzen die Qualität der Carta Lafranca.
Mit diesen und anderen Künstlern gibt Lafranca eine Edition von
handgedruckten Arbeiten heraus (bon a tirer).
Die Drucke zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht uniform und maschinell
perfekt sind, sondern jeder Druck ein einzigartiges Kunstwerk bildet.
Angeregt vom Schaffen der befreundeten Künstler baut Lafranca
seine Tätigkeit aus. Er zeichnet mit Tempera zarte Gebilde
auf das raue Papier und druckt Reliefs, oft in Kombination mit Steinen
oder mit Holz. Die Steine, Schiefer, Granit oder Amphibolith, findet
er in unmittelbarer Umgebung zur Mühle, die Hölzer auch
außerhalb der Schweiz, seitdem er zum Beispiel die Qualität
von Olivenholz entdeckt hat. Die Natur des schweizerischen Tals,
in dem er lebt und arbeitet, inspiriert Lafranca außerdem
zu ausdrucksstarken Schwarzweißfotografien.
Charakteristisch für seine Kunst sind die Schlichtheit und
der ästhetische Anspruch.
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