François Lafranca

 

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Biografie

 

   
1943
geboren im Val Bavona / Schweiz
   
1965
Eröffnung eines Ateliers in Locarno für Handdrucktechniken
   
1969
Beginn mit der Papierherstellung
   
1973
Umbau einer verlassenen Sägerei zur Papiermühle und Bildhauerwerkstatt
   
1993,
1996-97
Aufstellung von monumentalen Skulpturen in Neuseeland
   
1996
Buch Les affluents du temps
   
2002
Buch stein gestalt sinn zusammen mit Eugen Gomringer
 

 

 

Ausstellungen (Auswahl bis 1998)

 

1976
Kunsthalle Bremen
   
1984
Städtische Kunsthalle Mannheim
   
1990
Schützenhaus Zofingen
   
1998
Leopold-Hoesch-Museum Düren und Forum Rubigen Bern
   
 

Seit 1969 stellt François Lafranca seine Werke in Museen und Privatsammlungen in Europa, Japan und Neuseeland aus.

Er lebt und arbeitet in der Schweiz, in einer Papiermühle im Vallemaggia.

 


Der Künstler

 

Der Autodidakt Lafranca stellt in einer schweizer Papiermühle handgeschöpftes Papier her, das er durch Prägedruck sowie durch Stein- oder Holzelemente in Kunstwerke verwandelt.

Mit der Papierherstellung fing alles an. In einem einsamen Tal im Norden der Schweiz richtet sich der naturverbundene Lafranca eine Papiermühle ein. Durch eine Ausbildung zum Grafiker weiß er, was ein gutes Papier ausmacht und wie es beschaffen sein muss, um beim Druck, beim Malen oder bei der Radierung sowohl seinen Zweck zu erfüllen als auch zum künstlerischen Gesamteindruck beizutragen.

Das Papier, das Lafranca schöpft, erweckt bald die Aufmerksamkeit von befreundeten Künstlern. Marcel Wyss, Jean Arp, Piero Dorazio, Enrico Castellani, Ben Nicholson, Arturo Bonfanti, Eduardo Chillida und viele andere schätzen die Qualität der Carta Lafranca. Mit diesen und anderen Künstlern gibt Lafranca eine Edition von handgedruckten Arbeiten heraus (bon a tirer).

Die Drucke zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht uniform und maschinell perfekt sind, sondern jeder Druck ein einzigartiges Kunstwerk bildet.

Angeregt vom Schaffen der befreundeten Künstler baut Lafranca seine Tätigkeit aus. Er zeichnet mit Tempera zarte Gebilde auf das raue Papier und druckt Reliefs, oft in Kombination mit Steinen oder mit Holz. Die Steine, Schiefer, Granit oder Amphibolith, findet er in unmittelbarer Umgebung zur Mühle, die Hölzer auch außerhalb der Schweiz, seitdem er zum Beispiel die Qualität von Olivenholz entdeckt hat. Die Natur des schweizerischen Tals, in dem er lebt und arbeitet, inspiriert Lafranca außerdem zu ausdrucksstarken Schwarzweißfotografien.

Charakteristisch für seine Kunst sind die Schlichtheit und der ästhetische Anspruch.

 
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