Giorgio Griffa

 

Biografie
Ausstellungen (Auswahl)
Der Künstler
Arbeiten

 

 
   
 


Biografie

 

1936
geboren in Biella, Italien
 
1954-1958
Studium der Rechtswissenschaften
 
1960-1963
Studium bei Filippo Scroppo
 
  Giorgio Griffa lebt und arbeitet in Turin.

 

Ausstellungen (Auswahl bis 2004)

 

1970 Sonnabend Gallery, New York
 
1971 Galerie Ricke, Köln
Galleria Multipli, Torino
Galleria Toselli, Milano
 
1972 Galerie Annemaria Verna, Zürich
Galleria Flori, Firenze
Galleria Godel, Roma
 
1973 Galleria Daniel Templon, Milano
Galleria dell' Ariete, Milano
 
1974 Galérie Daniel Templon, Paris
Galleria La Bertesca, Genova
 
1975 Kunstraum München
Galleria Nova, Prato
 
1976 Galerie Art in Progress, München/Düsseldorf
 
1977 Galleria Marlborough, Roma
Samangallery, Genova
Galleria La Piramide, Firenze
 
1978 Städtische Kunsthalle Düsseldorf
Galleria Lorenzelli, Milano
 
1979 Galerie Artline, Den Haag
Galleria Incontri, Taranto
 
1980 XXXIX Biennale, Venezia
Kunstverein Braunschweig
 
1981 Galerie Walter Storms, München
Galleria Priomo Piano, Roma
Galleria Il Centro, Napoli
Lorenzelli Arte, Milano
 
1982 Galerie Artline, Den Haag
Gallerio Martano, Torino
 
1983 Galleria La Polena, Genova
Galerie Walter Storms, München
 
1984 Galleria L’isola, Rom
Galleria Nuova 2000, Bologna
 
1985 Städtische Galerie im Cordonhaus, Cham
Instituto Italiano di Cultura, Köln
 
1986 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
 
1987 Il Triangolo Nero, Alessandria
Galleria Il Sole, Bolzano
 
1988 Galleria Nuova 2000, Bologna
 
1989 Galerie Luise Krohn, Badenweiler
 
1990 Galleria Oddi Baglioni, Roma
Galleria Turchetto, Milano
Galleria Martano, Torino
 
1991 Santa Maria delle Croci, Pinacoteca Comunale, Ravenna
 
1992 Galerie Luise Krohn, Badenweiler
 
1993 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
 
1994 Galleria Maestri Incisori, Milano
 
1995 Galleria Fumagalli, Bergamo
Galleria Soave, Alessandria
 
1997 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt
 
1998 Gallerie Boycott, Bruxelles
Galleria Giancarlo Salzano, Torino
 
2000 Galleria Giancarlo Salzano, Torino
 
2001 Galerie Walter Storms, München
Galleria Giampiero Biasutti, Torino
 
2004 Sebastian Fath Contemporary, Mannheim

 

Der Künstler
 
Bereits Ende der 60er Jahre hatte sich der 1936 in Turin geborene Maler Giorgio Griffa international einen Namen gemacht.

1970 stellte ihn die Galerie Sonnabend in New York und Paris aus. Auf der Prospekt 1969 und 1973 in Düsseldorf nahm er teil und vertrat 1978 und 1980 sein Heimatland Italien auf der Bienale in Venedig.
Vielleicht ist es gerade eine verspielt mediterrane Atmosphäre, die seine Werke charakterisiert. Es sind leichte luftige Gebilde, die nur mit Stiften an der Wand fixiert sind. Die leuchtende Farbe ist meist sparsam gesetzt, erzeugt hier und da ein Linienbündel, - so als würden die einzelnen Farbstriche miteinander kommunizieren. Oder an anderer Stelle einen einsamen Farbzug, der majestätisch ein paar Punkte überzieht. Doch Griffa will nicht Beliebiges darstellen.
Ihm ging es von Anfang an um die Frage: Wie ist es möglich mit den Mitteln der Malerei eine undogmatische Sicht auf die Welt zu entwerfen, in der auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse unseres Jahrhunderts repräsentiert sein können? Die Gültigkeit von für ewig fest geglaubten Deutungssystemen, wie Raum und Zeit und Objektivität, gerieten mit Einstein und Heisenberg in den Strudel der Entwertung aller Wahrheiten im Prozeß der Geschichte. An diesem Punkt mußte ein Künstler wie Griffa ansetzen. Seine leichten beschwingten farbenfreudigen Improvisationen - zumeist auf Papier oder unbearbeiteter Leinwand - verweigern eine abschließende Deutung. Wie bei Heisenberg der Beobachter in sein Beobachtungskontinuum hineingezogen ist und dort eine unberechenbare Wirkung entfaltet, wirkt der Betrachter auf das Bild und das Bild auf den Betrachter. Kein Zeichen auf der Leinwand trägt sein Ende in sich, keine Arbeit ist je vollendet. Wie in einer musikalischen Interpretation die Töne sich in der Zeit zu einer Melodie entfalten, stellen sich die Bilder von Griffa, wie auch die darin enthaltenen malerischen Zeichen, in einen fortlaufenden Verweisungszusammenhang, ohne Anfang, ohne Mitte und ohne Ende. Gerade bei den Arbeiten, die aus einzelnen Bildern zusammengesetzt sind, zeigt sich dieses zeitliche Motiv am auffälligsten. Sie können beliebig neu kombiniert werden und tragen damit ihre Differenz schon in sich. Das Werk endet nur im Augenblick des Betrachters.
Giorgio Griffa lebt und arbeitet als Rechtsanwalt in Turin und vereinigt in seiner Person, was sein Werk ausdrückt: Analytische Weltsicht, mit künstlerischer Sensibilität und Inspiration.

 
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