Die von der Linie ausgehende Spur des 1937 in Dreis/Eifel geborenen und in Köln lebenden Malers Hermann Abrell schafft in vielfacher Wiederholung und Überdeckung Bildräume, die in den Werken des Künstlers eine dreidimensionale Wirkung entfalten.
Das gilt sowohl für die mit schwarzer Tusche gemalten oder gezeichneten Arbeiten, als auch für die farbigen Bilder, die seit 1989 entstehen.
Die Tuschebilder lassen auf den ersten Blick nur lange senkrechte, manchmal zusätzlich waagerechte Linien erkennen, die eine ruhige, je nach Liniendichte graue oder schwarze Fläche ergeben. Erst bei genauer Betrachtung treten die zarten Linien und Raster in den Vordergrund. Über seine zum Teil lebensgroßen Arbeiten zieht der Künstler freihändig Parallelen in einem erstaunlichen Gleichmaß. Die zunächst gleichmäßig anmutenden Flächen sind in hellere und dunklere Zonen gegliedert. In ihrer Ruhe liegt zugleich eine rhythmische Bewegung und die manchmal grau erscheinenden Arbeiten verwandeln sich bei näherem Hinsehen in leichte farbige Tonstufen. In seinen neueren Arbeiten trägt Hermann Abrell wenige ungemischte Farben in langen, leicht schwingenden senkrechten und schrägen Bahnen lasierend in bis zu 40 Schichten auf die Leinwand auf.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in das künstlerische Werk Hermann Abrells von den späten 70er Jahren bis 2009.
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