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Eröffnung: |
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Ausgehend von einer Reise nach Myanmar, wo Joachim Bandau in der historischen Königsstadt Bagan zum ersten Mal in Kontakt mit den traditionellen Lackarbeiten der Region kam, entstehen seit 2007 seine kleinformatigen Lackarbeiten. Bei dem Herstellungsprozess vor Ort wird der von ihm geschaffene Kern aus Balsaholz mit dem Harz des Baumes Melanorrhea Usitata bis zu zehnfach nach dem gleichen, Jahrhunderte alten Verfahren lackiert. Die Lackschichten bilden dabei ein faszinierendes Eigenleben, das seine Entsprechung in den Aquarellen des Künstlers findet, die sich ebenfalls durch die Überlagerungen zahlreicher Pigmentschichten definieren. Die Farbe in den schwarzen Arbeiten ist das Ergebnis eines Oxydationsprozesses des ursprünglich farblosen Naturharzes, während die Farbe der roten Arbeiten durch reines Zinnoberrot (Quecksilbersulfid) erzielt wird, ein Farbpigment das seit dem Altertum benutzt wird. Seit 1983 entstehen die Schwarzaquarelle. Mit extrabreiten japanischen Haarpinseln fährt Bandau mit langsamen Strichen über die raue Oberfläche des schweren Büttenpapiers. Dabei kann der Künstler immer nur eine Schicht in einer sehr langsamen Bewegung auftragen und muss diese dann über einen längeren Zeitraum pressen und trocknen bis der nächste „Strich“ ausgeführt werden kann. Joachim Bandau wurde 1936 in Köln geboren und lebt und arbeitet in Aachen und Stäfa (Schweiz). Er absolvierte sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf und lehrte Bildhauerei an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen und der Kunstakademie in Münster. | |||||
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