Ausstellung: JOACHIM GROMMEK
Ausstellung: JOACHIM GROMMEK


Eröffnung:
23. November 2007, 19 bis 21 Uhr

Einladung zur Vernissage

Arbeiten von Joachim Grommek
Arbeiten von Beat Zoderer


 

Für seine Arbeiten (Bilder und Objekte) benutzt Joachim Grommek (geb. 1957 in Wolfsburg) handelsübliche industriell beschichtete Spanplatten. Doch die in Brauntönen gesprenkelten Flächen, die man zunächst für sichtbar gelassene Partien des Bildträgers hält, entpuppen sich als täuschend echt gemalte Spanplatte. Auch die bunten transparenten und überlappenden „Klebebänder“, die zum Teil wirken, als seien sie unsorgfältig abgerissen worden, sind exakt aufgetragene Lackschichten. Grommek spielt mit verblüffenden Trompe-l’œil-Effekten: mit der perfekten Illusion der Oberfläche von Spanplatte und verschiedenfarbiger Plastikklebestreifen schafft er reduzierte Arbeiten mit einer klaren Farbigkeit und großer räumlicher Präsenz. Sie wirken streng minimalistisch in ihrer Komposition von Flächen und der klaren Farbigkeit, zugleich haben sie etwas Provisorisches, Unfertiges.
In vielen seiner Werke sind Verweise auf bekannte Künstlerkollegen wie z.B. Piet Mondrian, Blinky Palermo, Andy Warhol, Donald Judd und Imi Knoebel unverkennbar.
Beat Zoderer (geb. 1955 in Zürich) arbeitet mit industriellen Produkten aus dem Baubedarf, dem Haushalt oder Büro. So bestehen seine Bilder, Objekte, Installationen, Collagen und Zeichnungen aus Klebebändern, Wollfäden, Aktenordnern, Hölzern, Schaumgummistreifen oder auch Nagellack. Bevorzugt werden Dinge ohne Gefühlswert, denen eine geometrische Grundform innewohnt. Durch Reihungen und rhythmische Wiederholungen dieser Gegenstände erhalten seine Arbeiten einen klaren und ästhetischen Charakter. Seine Werke befassen sich mit der ungegenständlichen Formensprache der konkreten Kunst und den Gegenständen der Alltagswelt.  Aus dem ursprünglichen Kontext gerissen verlieren Materialien und Handlungen ihre ursprüngliche Funktion und gewinnen, in andere Zusammenhänge gebracht, eine neue visuelle Bedeutung.

Beat Zoderer und Joachim Grommek stellen gemeinsam ihre Werke aus, da sie sich bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Material und Farbe ergänzen. Während Zoderer jedoch mit realen vorgefundenen Materialien aus der Alltagswelt arbeitet, täuscht Grommek dem Betrachter seine Werkstoffe durch Malerei vor.

   
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