Ausstellung: MADELEINE DIETZ

 

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Eröffnung:
30. November 2006, 19-21 Uhr

Einladung zur Vernissage

Arbeiten von Madeleine Dietz

 

Die 1953 in Mannheim geborene, heute bei Landau lebende Künstlerin Madeleine Dietz, erzeugt in der Konfrontation von aufgeschichteten, getrockneten Erdformationen einerseits sowie Stahlblechkörpern andrerseits eine Balance zwischen Architektur und Skulptur.

In  ihren Stahlgehäusen werden gebrochene Erdschollen Stück für Stück aufeinander geschichtet.
Das Material Stahl benutzt die Künstlerin in unterschiedlicher Blechstärke, aus dem sie Körper schafft, die meist aufbewahrenden Charakter haben wie Schreine, Metallbehälter, Gefäße oder Regale, die sie häufig als Tresore bezeichnet. Die Stahlbleche verarbeitet sie unbehandelt, so dass die Walzhaut erhalten bleibt und den Objekten eine lebendige, changierende Farbigkeit verleiht.
Das Material Erde hat für Madeleine Dietz eine existentielle Bedeutung. Sie ist für sie Grundlage menschlichen Lebens, das aus ihr erwächst, das uns die notwendige Nahrung spendet, aber auch das Material für das Bauen und Wohnen ist, das uns Schutz gewährt. Zugleich ist sie Symbol für das Vergehen, den Tod und die Rückkehr zum Ursprung. In ihr ist, wie in einem Archiv, auch Vergangenheit, vergangenes Leben und vergangene Kultur bewahrt. Diese Polarität zwischen Werden und Vergehen findet in den Werken der Künstlerin ihren sichtbaren Ausdruck.

Neben ihren Stahlkörpern werden in der Ausstellung nun baut mein haus auch „Erdräume“ gezeigt, in denen sich dem Betrachter die Erde in ihrer feinsten, beinahe sandartigen Materialität bietet, um einen fließenden Übergang zwischen den einzelnen Segmenten zu ermöglichen. Des Weiteren werden in der Ausstellung erstmalig die großformatigen Aquatinta-Fotoradierungen präsentiert, die die Künstlerin 2005 in Spanien herstellte. In dieser für die zeitgenössische Kunst eher unüblichen Technik gibt sie auf eindrucksvolle Weise ihr skulpturales Werk auch zweidimensional wieder.

Für ihr Werk wurde Madeleine Dietz mit dem Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis und 2003 mit dem Ernst-Barlach-Preis ausgezeichnet.

   
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