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| Joachim Grommek, 1957 in Wolfsburg
geboren, hat ein Genre und Medien übergreifendes Werk entwickelt, das
sich nicht ohne das Verhältnis zur Moderne, dem Spiel mit den Referenzen,
auch im semiotischen Sinn, sowie der Forschung in benachbarten Medien, denken
lässt. Für seine Arbeiten – seien es Bilder oder Objekte - benutzt Grommek handelsübliche Spanplatten, grundiert diese weiß, und nutzt nun ein Repertoire verblüffender Trompe-l'œil-Effekte: Mit der perfekten Illusion der Oberfläche von Spanplatte und von verschiedenfarbigen Klebebändern stellt er Kompositionen her, die einst "ungegenständlich" genannt wurden. Die Werke, auf die er Bezug nimmt, sind meist Arbeiten, die durch ihre Rezeption und massenhafte Reproduktion zum medialen Zeichen geworden sind (z.B. Mondrian, Malewitsch, Warhol, Judd, Ryman etc.) In den vergangenen zwei Jahren entstanden seine 50 x 50 cm großen
Arbeiten, alle «ohne Titel», mit Lack, Acryl und Öl auf
Spanplatte gemalt. Jeweils am oberen Rand scheint der Träger etwa
vier bis fünf Zentimeter weit unbearbeitet zu sein und wird so als
Teil des Bildes gelesen. Grommek selbst beschreibt seine Strategie mit folgenden Worten: "Alle Kunst ist auch Fälschung, ihre gefälschten Emotionen, gefälschten Objekte entstehen aus Sehnsucht, sie will das wirkliche Leben sein, aber das kann nie sein". |
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