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Eröffnung: |
Anlässlich des 75. Geburtstages der amerikanischen Foto- und Videokünstlerin Nan Hoover zeigt Sebastian Fath Contemporary vom 12. Mai bis 17. Juni 2006 eine Retrospektive mit Schwerpunkt auf Werken, in denen sie sich mit dem Thema Landschaft auseinandersetzt. Nan Hoover war mit ihren Arbeiten unter anderem auf der documenta 6 und
8 in Kassel und auf der Biennale in Venedig vertreten. Ihre Werke wurden
in allen wichtigen Museen für moderne Kunst ausgestellt, so zum Beispiel
mit Einzelausstellungen im Museum of Modern Art in New York, dem Stedelijk
Museum in Amsterdam, dem Kunstmuseum Bern, der Neuen Pinakothek in München,
der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn
oder dem Kunsthaus Zürich, zuletzt gemeinsam mit Bill Viola in der
Kunsthalle Darmstadt. Ende der fünfziger Jahre als Malerin begonnen, schuf sie zunächst eigentümlich verschlüsselte figurative Gemälde und Skulpturen. In Amsterdam kam sie 1973 mit der Fotografie und der Videokunst in Berührung. Seither arbeitet sie ausschließlich mit dem Fotoapparat oder der Videokamera. Nan Hoover zählt in den 70er Jahren – wie Nam June Paik oder Wolf Vostell – zu den Pionieren des Mediums Video. Nach ersten Einzelausstellungen ihrer Fotos und Videos in Amsterdam und Berlin zeigte sie 1976 ihre erste Licht-Performance in Berlin. Seither gehört die Performance neben Fotografie und Videoinstallationen zu ihrem bevorzugten künstlerischen Repertoire. Seit 1991 entstehen spektakuläre Lichtinstallationen im Außenraum. Ihre bevorzugten Themen sind die Landschaft und die menschliche Figur,
für deren Darstellung sie eine Form gefunden hat, die keine eindeutige
Definition erlaubt. So thematisiert sie ihren Körper weniger als
Portrait sondern lässt ihn in riesigen Kulissen oder als Farblandschaften
erscheinen. Mit diesen Arbeiten möchte sie die „Einbildungskraft
des Betrachters ansprechen“. In einem Interview erklärte sie,
warum sie ihre Arbeiten nicht als figurativ versteht: „Den Übergang
oder die Grenze zwischen innerer und äußerer Welt zu beschreiben,
das ist meine Intention. … das Bild, das ich von einer Person gewinne,
und zwar zunächst von der äußeren, aber auch von der inneren
und das über ihr äußeres, das ist für mich von Bedeutung.“
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