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| Zeitgenössische Kunst aus Japan
21. Juli - 10. September 2005 |
Mit Werken von: Licht- und Schattenverhältnisse ändern sich. Genauso nimmt das schalldämmende Material auch Einfluss auf die Geräuschkulisse. Neben diesen ästhetischen und sinnlichen Wirkungen, spricht die Arbeit auch Gegensätze zwischen Vergangenheit und Zukunft, das Thema Recycling wie die Folgen materiellen Konsums an. Die Werke von Izumi Kato (geb. 1969 in Shimane) zeigen Wesen, die uns befremden und bei denen wir uns fragen, ob sie von dieser Welt sind. Von selbst beginnt das Auge in seinem Gegenüber zu suchen und findet ihn schließlich, den starken menschlichen Ausdruck, und wir spüren, es handelt sich um unseres gleichen, um menschliche Wesen. Nach der Entfernung aller materiellen Attribute und Äußerlichkeiten stehen bei Kato die bloßen Menschen. Kato malt ihr Inneres, ihr Wesen. Seine Weise ist eine ganz andere Art der Reduzierung, materielle Welt wird nicht vermessen oder auf ein Modell abstrahiert, um zu seinem Wesentlichen zu gelangen – Kato findet den Maßstab für die äußere Welt auf eine Art Kontemplation in dem Wesen des Menschen. Die Arbeiten von Takako Kimura setzen sich aus Aufklebern, Abziehbildern
und Stickern zusammen. Sie sammelt Aufkleber mit Tiermotiven verschiedenster
Art, trennt sie nach Tierarten und fügt sie erneut zu Tierformen
zusammen. Satoshi Otsuka (geb. 1970 in Fukushima) verwendet in seinen Installationen häufig Licht, um Dimensionen von Unendlichkeit anzudeuten. Lichtpunkte verlieren sich in der Weite des Raumes oder Spiegel holen Fernes in die Nähe. Die Bilder von Junya Sato (geb. 1977 in Miyagi) entstehen durch Reduktion und erzeugen scheinbar leere Räume. Die großen Räume in seinen Werken sind aber nicht leer. Sie sind wie ein Gefäß, das bestimmt zu sein scheint, schon bald etwas zu beherbergen. Die Räume verschwinden nicht etwa, sondern sie existieren als Ort neuer Möglichkeiten und Erscheinungen. Kenichirou Taniguchi (geb. 1976 in Sapporo) lässt mit seinen Werken den Betrachter auf „Reisen“ gehen. Die in äußerster Sorgfalt hergestellten Kunststoff-Arbeiten, deren einzelne Teile mit winzigen Scharnieren zusammengehalten werden, sind so klein zusammenfaltbar, dass sie am Ende in eine Hosentasche passen. Die Formen seiner Arbeiten, die zunächst an Kontinente oder Inseln erinnern, sind aber tatsächlich Abdrücke von Unebenheiten, Rissen oder herausgebrochenen Stücken aus Fußböden oder Wänden, die er weltweit an Orten wie U-Bahn-Stationen, Hotels oder großen Straßen gefunden hat. Wieder zurück in Japan bildet er diese Formen nach, mit der Vorstellung, eventuell eines Tages wieder an den Ort zurückzukehren, um das fehlende Stück einzusetzen. |
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