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In den Arbeiten des in Hamburg lebenden Künstlers Michael Schmeichel
(geb. 1978)
geht es primär um die Erfahrung von Farbe und Raum .
Anders als bei seinen Referenzpunkten der Kunstgeschichte, wie u.a. Ellsworth
Kelly oder Robert Ryman, geht es Ihm nicht bloß um die reduktive
Verwendung von Farbe auf einem Bildträger als definierter Farbraum
an der Wand, sondern vielmehr um den gesamten Umraum, in dem sich der
Betrachter auch selbst befindet.
Seine dreidimensionalen Wandarbeiten haben oftmals nur geringe Berührungsflächen
mit der Wand. Sie greifen in den Raum aus und erzielen dadurch eine starke
Präsenz.
Ausgangsmaterial der Arbeiten von Sebastian Zarius (geb. 1968) sind bedruckte
Kunststofftüten, Einkaufstüten oder Kunststoffverpackungen von
Lebensmitteln.
Aus diesen transparenten Materialien wählt der Künstler Ausschnitte,
die er auf Fotopapier projiziert. Sebastian Zarius vergrößert
die Fragmente mit Hilfe eines Fotoverfahrens und macht auf diese Weise
Spuren auf dem Kunststoff sichtbar, die sonst verborgen bleiben: Kratzer
auf der Oberfläche als Gebrauchsspuren, verlaufene Farbe, unpräzise
Ränder, Druckspuren und Rasterungen. In diesen „Polyethylenbildern“
entstehen sowohl Bildmuster der Moderne, minimalistische Flaggen, monochrome
Farbfelder, vertikale Lichtachsen, aber auch gegenständliche Motive,
die zu wandfüllenden Tableaux oder Collagen zusammengefügt werden
und neue Bildwelten erschaffen.
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