7. April - 7. Mai 2005

 

Michael Schmeichel

In den Arbeiten des in Hamburg lebenden Künstlers Michael Schmeichel (geb. 1978)
geht es primär um die Erfahrung von Farbe und Raum .
Anders als bei seinen Referenzpunkten der Kunstgeschichte, wie u.a. Ellsworth Kelly oder Robert Ryman, geht es Ihm nicht bloß um die reduktive Verwendung von Farbe auf einem Bildträger als definierter Farbraum an der Wand, sondern vielmehr um den gesamten Umraum, in dem sich der Betrachter auch selbst befindet.
Seine dreidimensionalen Wandarbeiten haben oftmals nur geringe Berührungsflächen mit der Wand. Sie greifen in den Raum aus und erzielen dadurch eine starke Präsenz.



Sebastian Zarius

Ausgangsmaterial der Arbeiten von Sebastian Zarius (geb. 1968) sind bedruckte Kunststofftüten, Einkaufstüten oder Kunststoffverpackungen von Lebensmitteln.
Aus diesen transparenten Materialien wählt der Künstler Ausschnitte, die er auf Fotopapier projiziert. Sebastian Zarius vergrößert die Fragmente mit Hilfe eines Fotoverfahrens und macht auf diese Weise Spuren auf dem Kunststoff sichtbar, die sonst verborgen bleiben: Kratzer auf der Oberfläche als Gebrauchsspuren, verlaufene Farbe, unpräzise Ränder, Druckspuren und Rasterungen. In diesen „Polyethylenbildern“ entstehen sowohl Bildmuster der Moderne, minimalistische Flaggen, monochrome Farbfelder, vertikale Lichtachsen, aber auch gegenständliche Motive, die zu wandfüllenden Tableaux oder Collagen zusammengefügt werden und neue Bildwelten erschaffen.

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