| Wulf Kirschner - Skulptur
Rolf Rose - Malerei

24. Februar - 2. April 2005
Vernissage
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Wulf Kirschner
Der aus Norddeutschland stammende Stahlbildhauer Wulf Kirschner (geb.
1947) arbeitet in seinem bildhauerischen Werk ausschließlich mit
dem Material des Schiffsbaustahls.
In unendlichen Linien schweißt er Elektroden auf Stahlplatten, die
den Stahl verfremden und das Materialempfinden des Betrachters irritieren.
Die Schweißspuren werden zu Strukturelementen, die Flächen
gliedern, ordnen und die Flächenwirkung beeinflussen.
Auch für den Künstler ist nicht berechenbar, wie das Stahlblech
auf das Schweißen reagiert. Es bäumt sich auf, schlägt
aus, Blasen erheben sich, Löcher brennen ein.
Durch unterschiedliche Legierungen ergeben sich schillernde, feine Linien,
denen das Auge gleich einer beschrifteten Seite unweigerlich folgt.
Rolf Rose
In den Bildobjekten von Rolf Rose (geb. 1933) ist die Farbe nicht nur
Darstellungsmittel, sondern auch Darstellungsgegenstand. Die Form wird
ersetzt durch den Körper der Farbe und ihre Struktur. Mit seinen
handgezogenen Spachtelzügen untergräbt der Künstler die
Strenge der Monochromie und erreicht eine Rhythmisierung der Bildfläche.
Die monochromen Farbmodule suggerieren keine Räumlichkeit und Plastizität
– sie sind räumlich und plastisch. Durch minimale Variationen
belebt Rolf Rose die Flächen, die direkt auf das Licht reagieren
und mit ihm kommunizieren. Das Auftragen von Granitstaub verleiht der
Oberfläche einen metallischen Glanz; es entsteht ein pulsierendes,
leuchtendes Farbfeld, das den Eindruck räumlicher Tiefe vermittelt.
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