| Aquarelle und Skulpturen

16. Januar bis 29. Februar 2004
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Der Bildhauer Joachim Bandau
beschäftigt sich ebenfalls wie Tom Levine mit Transparenz und Tiefenwirkung.
Seine "Schwarzaquarelle" bestehen aus bis zu 20 grau-schwarzen
Tuscheschichten. Die übereinander gelagerten Pigmente verdichten
sich von Ebene zu Ebene bis zum tiefen Schwarz. Je mehr Farbschleier übereinander
liegen, umso schwieriger ist es festzustellen, welcher darüber und
welcher darunter liegt. Die Flächen scheinen zu kippen, was den Aquarellen
eine faszinierende Tiefe gibt.
Seine Skulpturen arbeitet Bandau in Blei, Grauguss oder Stahlblech. Im
zweiten Weltkrieg aufgewachsen, versucht sich der Künstler an das
Geschehene zu erinnern. In der Skulpturengruppe "Klagelied"
verarbeitet er die Worte des Klageliedes des Propheten Jeremiah, doch
sind die Buchstaben unsichtbar, unter einer Bleihülle verborgen.
Joachim Bandau wurde 1936 in Köln geboren. Er studierte an der Staatlichen
Kunstakademie Düsseldorf. Seine Werke stellte er bisher unter anderem
in Galerien in Hamburg, Bremen, Köln, Düsseldorf und Rotterdam
aus.
1977 war Joachim Bandau auf der documenta 6 in Kassel vertreten. Museen
wie die Kunsthalle zu Kiel, die Kölner Kunsthalle, das Museum van
Hedendaagse Kunst Antwerpen, die Städtische Kunsthalle Mannheim oder
das Museum Ludwig in Köln haben bereits Einzelausstellungen des Bildhauers
gezeigt.
Joachim Bandau lebt und arbeitet in Aachen und ist seit 1988 Professor
für Bildhauerei an der Kunstakademie in Münster.
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